Steuertipps Immobilienverkauf

Steuertipps Immobilienverkauf – wann lohnt sich der Verkauf Ihrer Immobilie

Wer seine Wohnung innerhalb von 10 Jahren wieder verkauft, muss den Gewinn versteuern. Lesen Sie unsere Steuertipps zum Immobieverkauf und erhöhen Sie Ihren Verkaufserlös. Eine Ausnahme der Steuerpflicht gilt zum Beispiel wenn es um eine selbstgenutzte Immobilie handelt. Wann das genau der Fall ist, beschäftigt die Finanzgerichte.

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Steutipps Immobilienverkauf – die Spekulationssteuer

Der Verkauf einer Wohnung oder eines Hauses innerhalb der sogenannten Spekulationsfrist von zehn Jahren ist grundsätzlich einkommensteuerpflichtig. Eine Ausnahme bildet der Verkauf von selbstgenutztem Wohneigentum. Dafür muss die Immobilie im Jahr des Verkauf selbst bewohnt sein und in den vorangegangenen zwei Jahren. In diesem Fall unterliegt der Immobilienverkauf, auch vor Ablauf der 10 Jahre, nicht der Steuerpflicht.

Der Begriff des selbstgenutzten Wohneigentums ist strittig

Die Frage, wann eine Nutzung zu eigenen Wohnzwecken vorliegt, ist strittig und beschäftigt die Finanzgerichte.

So hatte das Finanzgericht Hessen über den Fall zu entscheiden, ob die Überlassung einer Wohnung an die ehemalige Lebensgefährtin und ein gemeinsames minderjähriges, unterhaltsberechtigtes Kind noch eine Nutzung zu eigenen Wohnzwecken darstellt. Der Kläger erwarb im Jahr 2003 eine Wohnung und bewohnte diese zunächst mit seiner Lebensgefährtin sowie der gemeinsamen Tochter. Man trennte sich, der Vater zog 2008 aus der Wohnung aus und überließ diese unentgeltlich der Tochter und der ehemaligen Lebensgefährtin. 2011 veräußerte er die Wohnung innerhalb der Spekulationsfrist und ging davon aus, dass aufgrund der vorherigen Selbstnutzung die Veräußerung nicht einkommensteuerpflichtig sei.

Beispiel Gerichtsurteil zur Spekulationssteuer

Dies verneinte das Hessische Finanzgericht jedoch (Az.: 1 K 1654/14). Durch den Auszug des Klägers wurde der gemeinsame Haushalt aufgelöst und somit lag nach Ansicht des Gerichts keine Nutzung mehr zu eigenen Wohnzwecken vor. Zwar wäre nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs eine Überlassung nur an die unterhaltsberechtigte Tochter unschädlich, jedoch sieht das Finanzgericht in der Mitnutzung der Wohnung durch die Mutter eine „schädliche Überlassung“ an eine andere Person, so dass die Ausnahmeregelung keine Anwendung findet. Damit war die Veräußerung einkommensteuerpflichtig.

Hätte der Steuerpflichtige die Zehnjahresfrist abgewartet oder der ehemaligen Lebensgefährtin nur einen Raum unentgeltlich überlassen und die Wohnung zumindest theoretisch mitnutzen können, wäre die Veräußerung nicht einkommensteuerpflichtig gewesen.

Der Autor ist Steuerberater bei KPMG.

Quelle: F.A.S.

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